Sooo,
wie versprochen ein kleiner Beitrag zum vergangenen Independence Day. Ich werde zwar (leider) zu Halloween nicht mehr hier sein, aber für den patriotischsten Tag im Jahr des Amerikaners hat’s dann doch gereicht. Eigentlich wollte ich hier in Harrisonburg bleiben, lange schlafen, nachmittags die Parade anschauen und abends Feuerwerk. Quasi ein kleiner Ersatz für’s verpasste Strandfest…
Soweit der Plan jedenfalls….
Mein Mitbewohner hatte die (zugegebenermaßen gute) Idee, nach Washington zu fahren, da wir in ca 2 Stunden da sind. Für amerikanische Verhältnisse direkt um die Ecke. Also morgens um 5 aufstehen, in einen Vorort von Washington fahre und mit der Metro ins Stadtzentrum. Gesagt getan. In Washington gings als Erstes ans Weiße Haus, da die zwei anderen Jungs aus Deutschland noch nicht auf Sightseing-Tour gewesen waren. Danach Lincoln Memorial und Kapitol.
Die Parade hat uns etwas enttäuscht. Nicht dass sie zu klein oder nicht aufwendig genug wäre, aber es war einfach nicht was ich erwartet hätte. Wenn man schon den Tag der eigenen Unabhängigkeit feiert könnte man ja etwas auf die eigene Geschichte eingehen. Wenigstens den Unabhängigkeitskrieg hätte man ein wenig einfließen lassen können.
Leider haben nur Marschkapellen und Sambaschulen für Amerika’s Unabhängigkeit gekämpft wenn ich die Parade richtig interpretiert habe….
Auf der Mall ( groooße Rasenfläche zwischen Kapitol und Lincoln Memorial) sah es aus wie auf einem Volksfest. Essensstände und Bühnen überall. Nur die Tatsache, dass ein nicht unerheblicher Teil der Fläche von Hare Krishna Zelten in Anspruch genommen wurde hinterlies einen etwas seltsamen Nachgeschmack. Hat mich aber nicht davon abgehalten, bei Hare Krishna umsonst Essen einzusacken.
Japp, gratis Essen. Nicht gerade haute cuisine, aber solide. Und der Erdnusskuchen hatte ne seltsame Konsistenz, war aber sehr lecker.
Ein Blick auf die Uhr hat uns gezeigt, dass wir noch ca 7 Stunden rumlümmeln müssten, um das Feuerwerk zu sehen. Da wir das Fest aber nicht sooo prickelnd fanden sind wir nachmittags wieder heimgefahren. In Harrisonburg war ja immerhin das städtische Independence Day Fest direkt vor der Haustür…. Mit Feuerwerk natürlich. Das direkt vor der Haustür ist in diesem Fall wörtlich zu verstehen….
Das Feuerwerk war natürlich von den Farben Rot, Weiss und Blau dominiert. Hätte ich eigentlich ahnen müssen…